Zur Grenzplatte in der Sächsischen Schweiz

Es sollte das letzte schöne Spätsommer-Wochenende werden, und entsprechend viele Leute hatten die selbe Idee wie ich - einen Wanderausflug ins Bielatal. Bereits morgens halb 10 war der Parkplatz an der Ottomühle nahezu voll. Ich muß zugeben, mir wurde schon ein wenig Angst ob der vielen Leute, denn eigentlich wandern Vreni und ich lieber auf einsamen Pfaden, was uns aber dann doch vergönnt sein sollte.

Wir begannen also unsere Wanderung, wie bereits erwähnt, am Parkplatz Ottomühle im Bielatal. Und während die ganzen wander- und kletterfreudigen Grüppchen auf der schmalen Teerstraße taleinwärts gingen, entschieden wir uns für den schmalen Pfad, der jenseits des Flüßchens immer am Wasser entlang führt. Stimmengewirr tönte zwar zu uns herüber, aber Vreni und ich waren auf diesem Weglein mutterseelenalleine, und so konnten wir die angenehme Morgenluft genießen und uns an dem Licht, daß durch die Bäume auf den Weg fiel und eine wunderschöne Stimmung verbreitete, erfreuen.

Nach einiger Zeit endete der Pfad, und wir betraten das kleine Teersträßchen, das bis zur Bergwachthütte führt. Allerdings bogen wir schon wenig später wieder rechts ab und nahmen den mit einem roten Strich markierten Wanderweg Richtung "Grenzplatte". Zwischen Brombeergestrüpp, Büschen und Farnen stiegen wir nach oben und stießen auf einen breiten Wanderweg. Auch hier waren wir wieder völlig alleine, und auch das Stimmengewirr war nicht mehr zu hören. Vreni und ich waren und ganz alleine, und wir genossen die Ruhe, die der Wald ausstrahlte. Nach etwas mehr als einer halben Stunde erreichten wir dann auch das erste Ziel unserer heutigen Wandertour - die Grenzplatte. Der Aussichtspunkt erhebt sich hoch überm Tal und bietet einen beeindruckenden Blick über das kleine böhmische Dorf Ostrov.

Nach einer ausgiebigen "Genußpause" wanderten wir weiter - zunächst ohne rechtes Ziel ging es auf einem einsamen Pfad immer an der Sächsisch-Böhmischen Grenze entlang, dem Wegweiser Richtung "Tissaer Wände" folgend.

Mittlerweile war es wieder recht warm geworden, und als unser Weg zu den Tissaer Wänden nun für 2 km zur sonnigen Forststraße werden sollte, entschied ich mich, wieder nach Sachsen und in den schattigen Wald abzubiegen. Unser nächstes Ziel war der Moorteich, ein ganz einzigartiges Biotop mitten im Wald. Von hier ging es dann auf dem blau markierten Mehlsteig hinunter in den Glasergrund. Im Imbiss Daxensteinbaude ließen wir dann bei einem kühlen Hefeweizen und einem leckeren Essen das Wochenende ausklingen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Dani (Montag, 19 September 2016 08:50)

    Wie lang ist die Wanderung?