Wu de Walder haamlich rauschen ... Wanderung auf den Bärenstein im Erzgebirge

Fährt man mit dem Auto von Annaberg-Buchholz Richtung Oberwiesenthal, erblickt man bereits den weithin sichtbaren Bärenstein. Der 898 Meter hohe Tafelberg ist Rest eines Lavastromes und besteht, wie auch der Pöhlberg und der Scheibenberg, aus Basalt. Auf dem Gipfelplateau befindet sich ein Gasthaus mit Aussichtsturm, das man bequem mit dem Auto erreichen kann. Wir hatten uns aber an diesem Reformationstag vorgenommen, den Berg von der Talsperre Cranzahl aus zu besteigen.

Dazu stellten wir unser Auto auf dem Wandererparkplatz am Fuße des Bärensteines ab und folgten zunächst dem mit einem grünen Strich markierten Wanderweg Richtung Fichtelberg. Wir wanderten immer am Waldrand entlang und genossen die Herbstsonne. Bald stießen wir auf eine schmale, wenig befahrene Teerstraße, welcher wir nach rechts weiter folgten. An einem Leitpfosten stutzte Vreni, setzte sich davor und schaute den Pfosten mit schiefem Kopf an. Als wir näher kamen, hörten wir es auch - in dem Pfosten versuchte ein kleines Tier vergeblich, nach oben zu gelangen. Wir zogen den Pfosten ab, und mit einem schmalen Stöckchen half ich der kleinen Meise, die da wohl reingefallen sein mußte, aus ihrer mißlichen Lage. Laut zwitschernd flog sie in ihre neu gewonnene Freiheit, und für Vreni gabs ein großes Lob - ohne sie hätten wir den kleinen Vogel sicher nicht mitbekommen.

Vorbei am Sportplatz und einem verfallenen Ferienheim wanderten wir weiter, und als die Straße nach links abbog, ging es für uns auf einem Wanderweg weiter am Waldrand entlang. Nach einem steilen Abstieg folgten wir nun der Forststraße nach rechts in den Wald und bogen wenig später wieder in den mit dem grünen Strich markierten Wanderweg nach links ein. Im Wald links und rechts des Weges fielen uns einige Bergbauhalden auf. Wenig später kamen wir wieder heraus aus dem Wald, bevor kurz darauf der grün markierte Wanderweg scharf rechts abbog. Wir folgten diesem so lange, bis wir auf den blau markierten Kammweg stießen. Dieser brachte uns dann, vorbei an der Schutzhütte Feuerturm, hinunter bis zur Talsperre Cranzahl.

Wir überquerten die  Sperrmauer, und vor uns war bereits unser Gipfelziel, der Bärenstein, unschwer auszumachen. Am Ende der Sperrmauer folgten wir der gelben Wegmarkierung nach links und nach einiger Zeit nach rechts hinauf in den Wald. Auffällig ist hier der herbstlich gelbe Buchenwald links des Weges - ein typischer Bewuchs an Basaltbergen. Rechts des Weges hingegen stehen Fichten in ihrem immergrünen Nadelkleid. Wir folgten dem Weg nach oben bis zum unteren Rundweg. Diesen wanderten wir dann nach links und bogen wenig später nach recht in den Gipfelaufstieg zum Bärenstein ab. Am Ende des Aufstieges erreichten wir das kleine Gipfelkreuz und ließen uns auf einer der Bänke nieder, um die wunderbare Aussicht von Weipert zur linken über Keil- und Fichtelberg bis hinüber zum Pumpspeicherwerk Markersbach zur rechten. Aus dem Tal tönte das Pfeifen der Fichtelbergbahn zu uns herauf, und ab und an sah man die Rauchsäule, die die Dampflok in den Himmel stieß, aus dem Wald aufragen.

Nach einer ausgiebigen Pause machten wir uns nun, der gelben Markierung folgend, an den Abstieg und erreichten zehn Minuten später den Parkplatz

 

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