Aussichtsreiche Rundwanderung um's Schwarzwassertal

Heute hatten wir uns vorgenommen, die schönsten Aussichtsfelsen oberhalb des Schwarzwassertals im Erzgebirge zu erkunden. Das Ergebnis ist eine tolle Rundwanderung mit vielen Aus- und Tiefblicken, ausgedehnten Wiesen mit viel Platz zum Toben und im zweiten Teil der Tour reichlich Bade- und Trinkgelegenheiten für die vierbeinigen Begleiter.

Wir starten am Parkplatz "Hinterer Grund" im Schwarzwassertal. Vom Parkplatz aus geht es zunächst ein kleinese Stück flußabwärts und dann nach rechts über das Wasser. Ein Wegweiser leitet uns schon hier zu unserem ersten Zwischenziel, der Stiftskanzel. Dem Lehrpfad folgend geht es stetig bergan, bis wir diesen ersten Aussichtspunkt hoch über dem Tal erreichen. Von der Stiftskanzel aus folgen wir dem Weg zunächst ganz kurz abwärts, dann am Waldrand entlang weiter bergauf, bis wir auf einen markierten Wanderweg stoßen. Diesen gehen wir nach links und folgen wenig später der Ausschildertung scharf rechts in Richtung "Morgensternhöhe". Der Weg führt über weite Wiesen, die für die Felln asen viel Platz zum Toben bieten. Von der 711 Meter hoch gelegenen Morgensternhöhe bietet sich ein herrlicher Rundblick über das Erzgebirge.

Wir folgen nun weiter dem Fernwanderweg E3 in Richtung Hüttstattmühle. Da über die weiten Wiesen keine Wegmarkierung möglich ist, findet man am gegenüberliegenden Wäldchen eine große, weithin sichtbare Tafel mit der Aufschrift "E3" - eine Form von Wegmarkierungen, die ich so noch nirgends gesehen habe - aber eine gute Idee :-)

Bald erreichen wir eine Teerstraße, der wir zunächst nach rechts folgen, und die wir am nächsten Wegweiser bereits wieder verlassen. Nun kommen wir bald zum nächsten Aussichtspunkt, dem Vogeltoffelfelsen. Von hier hat man einen beeindruckenden Tiefblick ins Schwarzwassertal. Wir wandern weiter bis wir etwas links oberhalb ein Wohnhaus erblicken. Hier führt ein Pfad nach links den Berg hinauf, wo wir wieder den E3 erreichen. Diesem folgen wir jedoch nur kurz und biegen nach dem Gelände der Ferienanlage rechts in einen Reitweg ein. Er führt uns erst immer an der Hecke entlang, dann in den Wald hinein. Nun geht es stetig bergauf, und nach einiger Zeit kommen wir an einen befestigten Forstweg (Rabenbergweg). Auf diesem wandern wir nach rechts weiter, bis wir zu einer Schutzhütte kommen. Von hier aus kann man einen kleinen Abstecher zur ehemaligen mittelalterlichen Burganlage machen, die auf einem Felssporn hoch über dem Tal lag. Allerdings ist außer ein paar Wällen und Gräben nicht mehr viel davon zu sehen, und auch die Aussicht hält sich in Grenzen, da alles sehr bewachsen ist.

Von der Schutzhütte aus folgen wir dem Rabenbergweg noch ein Stück. An der nächsten Wegkreuzung macht dieser eine Linkskurve, und wir wandern geradeaus in den unmarkierten Waldweg hinein. Dieser führt uns nun stetig abwärts. Am Ende stoßen wir auf einen Querweg, auf dem wir nach rechts gehen. Aus dem Tal wird das Rauschen des Schwarzwassers immer lauter, und schon bald erreichen wir die Talsohle. Über eine Holzbrücke geht es über den Fluß, und anschließend wandern wir nach links flußaufwärts. Erst rechts des Wassers, später links davon, vom ständigen Plätschern und Rauschen begleitet führt der Weg allmählich bergan. Nach einer langgezogenen Linkskurve kommen wir an eine Brücke. Hier verlassen wir den Talweg, überqueren abermals das Schwarzwasser und steigen durch den Wald hinauf bis zum Grünen Graben. Der bereits im Mittelalter angelegte Kunstgraben diente dazu, die Gruben in Pobershau mit Wasser zu versorgen.

An der Wegkreuzung laden einige Bänke zum Rasten und Verweilen ein, und vom Frühjahr bis in den Herbst verwöhnt hier "Kurt, der Kaffeemann" die Wanderer mit leckeren Heißgetränken und selbst gebackenem Kuchen.

Unser Rückweg führt uns nun immer flußabwärts am Grünen Graben entlang bis zum Katzenstein, von wo wir ein letztes Mal den Tiefblick ins Tal genießen. Vom Katzenstein aus geht es über den Arnoldweg wieder hinunter ins Tal. Nach einem steilen Abstieg erreichen wir wieder einen Kunstgraben. Daneben führt uns ein schmaler Pfad weiter talauswärts und schließlich hinunter zum Parkplatz im Hinteren Grund.

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Ute und Fire (Montag, 06 März 2017 20:29)

    Die Tour sieht spannend aus. Sehr schön !

  • #2

    D. Hausle (Montag, 13 März 2017 14:21)

    Das sind ja sehr schöne Bilder von eurer Wanderung im Erzgebirge. Kommt das Wasser echt aus dieser kleinen Höhle herausgeschossen?? Habt ihr das mal näher untersucht? Kann man da weit hineingehen? Solch interessante Ecken gibt es also in Sachsen... Ich kannte bisher nur das Elbsandsteingebirge, aber die Empfehlungen auf Bergwandern-mit-Hund sind wirklich spannend. Da muss ich wohl mal wieder in diese Gegend reisen! Vielen Dank für die vielen Tipps zum Hundewandern.

  • #3

    Marlies J. (Donnerstag, 16 März 2017 20:26)

    Die Tour ist wirklich wunderschön, wir sind sie in großen Teilen genauso gelaufen.
    Leider verbinden sich mit der Tour für uns viele traurige Gedanken, war es die letzte große Wanderung mit meinem Somersprosssenboy Casper, bevor er kurz darauf über die Regenbogenbrücke gehen musste.
    Irgendwann werden auch wir sie wieder laufen, denn die Ein- und Ausblicke ins Schwarzwassertal sind einmalig.

  • #4

    Alfredo's Frauchen (Sonntag, 16 April 2017 21:50)

    Die Tour ist wirklich (zu jeder Jahreszeit) spannend :)

    Danke für deinen tollen Blog-Beitrag!