Besuch bei Kurt, dem Kaffeemann

Mittlerweile ist er schon ein fester Bestandteil der "Ferienregion Schwarzwassertal". Was vor vielen Jahren mit einem kleinen Kuchenverkauf an einem Aussichtsfelsen neben dem Grünen Graben begann, ist heute ein beliebtes Ausflugsziel, daß nichts vom Charme der ersten Jahre verloren hat. Kurt, der Kaffeemann sitzt unter seinem selbstgebauten Unterstand, brüht frischen Kaffee für die Wanderer und verkauft noch immer den leckeren, selbstgebackenen Kuchen.

Dicke, dunkle Wolken hingen drohend über dem Kamm des Erzgebirges in der Grenzregion zwischen Sachsen und Böhmen und verhießen nichts gutes. Aufziehende Gewitter sollten der Hitze der vergangenen Tage und Wochen ein Ende setzen. Aber noch schien ja die Sonne, und so entschlossen wir uns, frohen Mutes die geplante Wanderung im Schwarzwassertal anzugehen.

 

Die Runde sollte eigentlich etwas größer werden, aber der Wettervorhersage Rechnung tragend, disponierten wir um, damit wir gegebenenfalls abbrechen oder wenigstens abkürzen konnten. Wir starteten unsere Wanderung am Parkplatz gegenüber dem Gasthaus „Schwarzwassertal“ an der Straße von Kühnhaide Richtung Olbernhau.

 

 

Vom Parkplatz aus überquerten wir die schwarze Pockau, wie das Schwarzwasser offiziell heißt. Gespeist wird der kleine Fluss aus den umliegenden Hochmooren, weshalb er auffällig dunkles Wasser führt – Schwarzwasser sozusagen. :-)

 

Am rechten Flußufer wanderten wir talwärts. Die Kreuzung an der historischen Steinbrücke passierten wir geradeaus und nahmen kurze Zeit nach dem kleinen Rastplatz Infotafel den Weg nach links in den Wald hinauf. Oben angekommen, hatten sich schon einige Ausflügler an Kurt’s Waldcafé niedergelassen und ließen es sich bei frisch gebrühtem Kaffee und selbst gebackenem Kuchen gutgehen.

 

 

Nach einer ausgiebigen Rast wanderten wir nun direkt neben dem grünen Graben kaum spürbar Talwärts. Der künstlich angelegte Wasserlauf versorgte einst die mit Wasserkraft angetriebenen Pochwerke, die sich weiter unten im Tal befanden. Ohne große Höhenunterschiede ging es weiter. Lücken im Wald geben immer wieder den Blick hinunter ins Tal frei, ließen uns aber nicht erkennen, was sich da am Himmel über uns zusammen braute. Das erst noch entfernte Donnergrollen wurde stetig lauter, und schließlich öffnete der Himmel seine Schleusen und ließ einen heftigen Regenguss auf uns hernieder prasseln. So nahmen wir den nächst möglichen Weg, der uns hinunter ins Tal führte und erreichten schließlich den breiten Fahrweg im Talboden. So schnell, wie das Wetter gekommen war, verzog es sich auch wieder, und als wir am Fuße des mächtigen Nonnenfelsens vorbei kamen, zeigte sich sogar schon wieder die Sonne. Auf dem Fahrweg wanderten wir schließlich wieder flussaufwärts zurück zum Ausgangspunkt. Bei einem gemütlichen Essen im Gasthaus „Schwarzwassertal“ ließen wir diesen gelungenen Sonntagsausflug ausklingen.

 

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